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Infoveranstaltungen

Alle Fortbildungs-/Infoveranstaltungen auch für Leute ab 27 Jahre!


November 2026



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Audiowalk „Von Gießen nach Theresienstadt: Die letzte Deportation Gießener Jüdinnen und Juden im Februar 1945“

Die Veranstaltungsreihe „Erinnern, mahnen, wachsam sein“ will an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern und aufzeigen wie und wo sich nationalsozialistisches Gedankengut bis heute hält sowie Kompetenzen vermitteln, antisemitischem und diskriminierendem Verhalten entgegen zu treten.

Die letzte Deportation aus Gießen erfolgte im Februar 1945. Hierbei handelte es sich um Gießener Jüdinnen und Juden, die in Ehen mit nicht-jüdischen Partner*innen lebten. Diese wurden reichsweit und so auch in Gießen während des NS zwar beobachtet, erfasst und ausgegrenzt, waren aber durch diese Ehen bis 1944/1945 meist vor Deportationen geschützt. Mit Verschärfung des NS-Antisemitismus richtete sich die Verfolgung der Juden und Jüdinnen aber gegen Ende des Nationalsozialismus auch gegen diese Personen in „Mischehen“. So wurde in Gießen noch im Februar 1945 eine Deportation der verbliebenen Juden und Jüdinnen in „Mischehen“ organisiert. Hierfür wurden 11 Jüdinnen und 1 Jude am Abend des 13. Februar 1945 festgenommen und im Keller des Stadttheaters/Kulissenhaus gesammelt. Von dort aus wurden sie am nächsten Morgen, dem 14. Februar 1945, zu Fuß an den Bahnhof Gießen gebracht, von der Gestapo in einem regulären Personenzug unter den Augen der anderen Bahnfahrenden nach Frankfurt gebracht und dort in der Großmarkthalle abermals gesammelt, um dann mit einem Großtransport vieler Juden und Jüdinnen in „Mischehen“ aus ganz Hessen nach Theresienstadt gebracht zu werden. Dort verblieben die 12 Gießener*innen bis zur Befreiung Theresienstadts am 8. Mai 1945. Nach bisherigen Erkenntnissen habe alle 12 diese Haft überlebt und kehrten nach Mittelhessen zurück. Diese Deportation wird in verschiedenen Publikationen kurz erwähnt, wurde aber lange nicht systematisch erforscht. Sie hat aber für die Stadt Gießen eine besondere Relevanz und wurde bislang in der städtischen Erinnerungskultur gar nicht abgebildet, obwohl die Deportation aus dem Zentrum der Stadt, dem Stadttheater, stattfand. Erst durch ein Forschungsprojekt machte die Studentin, Helena Rist, vor einigen Jahren auf eine Deportation aufmerksam. Der Audiowalk basiert auf intensiven Archivrecherchen von Randi Becker (Soziologin, Doktorandin an der Universität Passau) und Michelle Damm (Arbeitsstelle Holocaustliteratur der JLU Gießen), die die Geschichte der Deportation und die Biografien der 12 Deportierten rekonstruierten. Der Audiowalk wurde vom Team des Stadttheaters professionell eingesprochen. Er besteht aus 7 Stationen, anhand derer die Zuhörer*innen chronologisch der Geschichte der Deportation und dem Schicksal der Deportierten folgen können. In einer Kooperation zwischen der Justus-Liebig-Universität, dem Stadttheater Gießen, der Landeszentrale für politische Bildung Hessen sowie der DEXT-Fachstelle Giessen konnte der Audiowalk entstehen.


Termin:

Sonntag, 08.11.2026

Uhrzeit: 14:00 bis ca. 15:30 Uhr

Ort: Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen
Kosten: Kostenlos, Anmeldung nötig
Leitung: Randi Becker (Soziologin, Doktorandin an der Universität Passau) und Michelle Damm (Arbeitsstel-le Holocaustliteratur der JLU Gießen)

Kooperation mit der DEXT-Fachstelle der Universitätsstadt Gießen




November 2026



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Infoveranstaltung „Alle wollen nur dein Bestes – Lass uns reden über Geld“

Vortrag mit anschl. Gespräch für Schüler*innen der Sekundarstufe II sowie der beruflichen Schulen

Oft ist die Ausbildungsvergütung nach dem Taschengeld das erste eigene Einkommen. Cool, endlich eigenes, selbst verdientes Geld zu haben und meist ist es sehr viel mehr als du vorher hattest. Endlich kannst du dir deine Wünsche erfüllen, endlich hört das „Anpumpen“ bei deinen Eltern auf.

Dann kommt das erste Gehalt – viel Geld, wenn noch keine anderen Verpflichtungen da sind. Und jeden Monat kommt wieder neues Geld aufs Konto! Doch was gibt’s in der noch unbekannten GeldWelt zu beachten? Welche Regeln gelten, wie findest du dich zurecht und wem stellst du deine Geldfragen?

Denn sie kommen alle: Der Bankberater ruft an und will dein Bestes, der Versicherungsvertreter will dein Bestes, der Handel will dein Bestes und eigentlich wollen alle nur Eins: Dein Geld! Du bist der Kunde, der Kunde ist König … und der König hat’s ja.

Lasst uns also über Geld reden! Ganz konkret. Über Konsumverhalten, über Verantwortung, über den Umgang mit dem eigenen Geld und über die Fallen, in die man tappen könnte. Kredite – ist wirklich alles so easy? Versicherungen – was braucht man wirklich? Es ist eure Zukunft – wie möchtet ihr leben und was braucht ihr dafür?

 

HINWEIS zur Anmeldung

Lehrer*innen wenden sich für Reservierungen bitte bis zum 25.10.2026 mit Angabe der Schule, Anzahl der Schüler*innen und der Jahrgangsstufe an jbw@giessen.de oder Tel. 0641-306 2497.


Termin:

Dienstag, 03.11.2026

Uhrzeit: 10:00 bis 13:00 Uhr

Anmeldeschluss: 25.10.2026

Ort: Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen
Kosten: Kostenlos, Anmeldung nötig – siehe oben
Leitung: Heike Hämer (Finanzcoach)


November 2026



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Stadtgang „Historische Alltagsspuren von Jüdinnen und Juden in Gießen“

Die Veranstaltungsreihe „Erinnern, mahnen, wachsam sein“ will an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern und aufzeigen wie und wo sich nationalsozialistisches Gedankengut bis heute hält sowie Kompetenzen vermitteln, antisemitischem und diskriminierendem Verhalten entgegen zu treten.

Die Führung zeigt das historische Leben von Juden und Jüdinnen in Gießen. Nachdem zu Beginn kurz das „Wallpförter Quartier“ und die damals dort befindliche Synagoge in der Zozelsgasse beleuchtet wird, werden im Anschluss einzelne ehemalige Geschäfte von Juden und Jüdinnen und die Lebensgeschichten ihrer Besitzer schlaglichtartig betrachtet. Der Stadtgang führt über die Marktstraße, die Neustadt und die Bahnhofsstraße – im Fokus stehen dabei das auslaufende 19. Jahrhundert und der Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die 1930er Jahre.


Termin:

Sonntag, 01.11.2026

Uhrzeit: 14:00 bis ca. 15:30 Uhr

Ort: Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen
Kosten: Kostenlos, Anmeldung nötig
Leitung: Torben Stich (Netzwerk für politische Bildung, Kultur und Kommunikation (NBKK)

Kooperation mit der DEXT-Fachstelle der Universitätsstadt Gießen




November 2026



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Infoveranstaltung „Aus der Vergangenheit lernen“

(Zitat aus dem Gießener Anzeiger vom 11.11.1968) - Die orthodoxe Synagoge in der Steinstraße (1899-1938) und die Entstehung der Gießener Erinnerungskultur 

Die Veranstaltungsreihe „Erinnern, mahnen, wachsam sein“ will an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern und aufzeigen wie und wo sich nationalsozialistisches Gedankengut bis heute hält sowie Kompetenzen vermitteln, antisemitischem und diskriminierendem Verhalten entgegen zu treten.

Die orthodoxe „Israelitische Religionsgesellschaft“ entstand 1887 aus einer Abspaltung von Gemeindemitgliedern der liberalen Synagoge an der Südanlage. Aufgrund einer großzügigen Schenkung konnte die Gemeinde eine eigene Synagoge in der Steinstraße errichten, die aber kaum vier Jahrzehnte bestand, da sie am 10. November 1938 während der Novemberpogrome in Brand gesetzt und kurz darauf zerstört wurde. Das Grundstück wurde bereits 1952 mit einem Mehrfamilienhaus überbaut.     

Der Vortrag stellt die Architektur der repräsentativen Synagoge vor und gibt Einblicke in das jüdische Gemeindeleben. Er beleuchtet die zunehmende Bedrohung der Mitglieder durch die NS-Gewaltherrschaft und die Auslöschung der Gemeinde. In einem zweiten Teil werden die Nachkriegsgeschichte und Aspekte der jüdischen Erinnerungskultur thematisiert. Es gab 1945 über zwanzig Jahre lang kein Denkmal in Gießen, das an die ermordeten jüdischen Mitbewohner*innen erinnerte. 1966 wurde an der Kongresshalle der erste Gedenkstein enthüllt. Aber erst mit der Einweihung einer Gedenktafel im Jahr 1978 am Standort der orthodoxen Synagoge in der Steinstraße etablierte sich eine städtische Gedenkkultur. Einer der Hauptakteure war Josef Stern, ein ehemaliges Mitglied der orthodoxen Gemeinde. Anhand zahlreicher zeitgenössischer Quellen zeichnet Henriette Stuchtey anschaulich die frühe Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in Gießen und erste Bestrebungen der sogenannten „Wiedergutmachung“ nach.


Termin:

Mittwoch, 11.11.2026

Uhrzeit: 18:00 bis ca. 20:00 Uhr

Ort: Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen
Kosten: Kostenlos, Anmeldung nötig
Leitung: Henriette Stuchtey

Kooperation mit der DEXT-Fachstelle der Universitätsstadt Gießen




Oktober 2026



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Infoveranstaltung „Sicher in die Welt – Schutz von Kindern und Jugendlichen vor ‚Kindes-wohlgefährdung‘ – Veranstaltung für neben- und ehrenamtlich Tätige in der Kinder- und Jugendarbeit“

Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen in Vereinen und Verbänden stehen in ihren Gruppen oftmals alleine mit Beobachtungen und Erfahrungen im Bereich der Kindeswohlgefährdung da. Die Veranstaltung möchte informieren und Ehrenamtliche unterstützen, in ihrer Tätigkeit zufriedener und sicherer zu handeln. Inhalte werden sein:

  • Definitionen zu Misshandlung, Vernachlässigung und sexuelle Gewalt
  • Rechtliche Rahmenbedingungen für den Schutz von Mädchen und Jungen
  • Handlungsverpflichtung, -möglichkeit und -grenzen
  • Vorstellung des Hilfesystems in der Stadt Gießen
  • Wie Vereine und Verbände zu sinnvollen Interventionskonzepten gelangen können?

Termin:

Mittwoch, 21.10.2026

Uhrzeit: 17:00 bis 21:00 Uhr

Anmeldeschluss: 12.10.2026

Ort: Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen
Kosten: kostenlos, Anmeldung nötig
Leitung: Christine Schlathölter (Wildwasser Gießen e. V.)

Kooperation mit dem Präventiven Jugendschutz und der Jugendpflege der Universitätsstadt Gießen

Als Fortbildung für die Verlängerung der JULEICA mit 4 Stunden anerkannt