Fortbildungen
Alle Fortbildungs-/Infoveranstaltungen auch für Leute ab 27 Jahren!
Mit Gewalt in der Jugendarbeit umgehen II – Deeskalationstraining Vertiefung
Das Thema Gewalt ist sowohl in der Kinder- und Jugendarbeit wie auch in der Schule hochaktuell. Sowohl die Gewalt unter Kindern und Jugendlichen, als auch Übergriffe auf Mitarbeiter*innen finden statt. Hier setzt bereits die Fortbildung „Mit Gewalt in der Jugendarbeit umgehen I“ an, geeignete Deeskalationsmodelle zu entwickeln.
Die theoretischen Grundlagen des ersten Teils, wie z. B. das Stressmodell werden in dieser Einheit deutlich vertieft und in Zusammenhang mit Beispielen aus der Praxis der Teilnehmenden gebracht. Anhand dieser und weiterer Praxisbeispiele wird das Erkennen verschiedener Eskalationsstufen und entsprechender, auf die Eskalationsstufe abgestimmte Eingriffsmöglichkeiten, vertiefend eingeübt.
Die Anwendung geeigneter Krisenkommunikation, das Einschätzen der Ursache und die Wahl geeigneter Deeskalationsmethoden bilden einen weiteren Schwerpunkt der Fortbildung. Neben etlichen theoretischen Inputs wird der Praxisanteil in dieser Fortbildung eine zentrale Rolle spielen.
| Termin: |
Donnerstag, 11.03.2027 Uhrzeit: 9:00 bis 16:00 Uhr Anmeldeschluss: 02.03.2027 |
| Ort: |
Jugend- und Kulturzentrum Jokus Ostanlage 25 a, 35390 Gießen |
| Kosten: |
50,00 € |
| Leitung: |
Lin Kölbl und Sigrun Mützlitz |
Kooperation mit dem Präventiven Jugendschutz der Universitätsstadt Gießen
Als Fortbildung für die Verlängerung der JULEICA mit 6 Stunden anerkannt
Umgang mit demokratie- und menschenfeindlichen Tendenzen in der ehrenamtlichen Kinder- und Jugendarbeit
In der praktischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen stellt sich wiederholt die Frage, wie auf abwertende und diskriminierende Äußerungen und Verhaltensweisen angemessen reagiert werden kann. Es ist äußerst schwierig, eine allgemeingültige Antwort zu finden. Da die Rahmenbedingungen einzelner Situationen sowie die individuellen Biographien und Erfahrungen der Betroffenen sich unterscheiden, kann eine universelle Handlungsempfehlung nicht gegeben werden. In der vierstündigen Fortbildung wird das Konzept der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) vorgestellt und es soll ein Anstoß geben sich mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auseinander zu setzen und erste Handlungsoptionen im Umgang mit GMF kennen zu lernen.
| Termin: |
Montag, 22.02.2027 Uhrzeit: 17:00 bis 21:00 Uhr Anmeldeschluss: 15.02.2027 |
| Ort: |
Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen |
| Kosten: |
Kostenlos, Anmeldung nötig. |
| Leitung: |
Birgit Schlathölter (M.A. Erziehungswissenschaftlerin) |
Kooperation mit der Jugendpflege und der DEXT-Fachstelle der Universitätsstadt Gießen
Als Fortbildung für die Verlängerung der JULEICA mit 4 Stunden anerkannt
Digitale Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen II
Kinder und Jugendliche sind Erwachsenen bei den technischen Innovationen oftmals voraus, jedoch fehlt das Wissen über den Umgang mit gefährlichen und radikalen Inhalten. Dies stellt Pädagog*innen, Betreuende und Eltern vor herausfordernde Situationen.
In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kann ein Beitrag geleistet werden, Kinder und Jugendliche zu einem reflektierten und kritischen Umgang mit digitalen Medien anzuregen. In dieser Veranstaltung soll Raum entstehen, sich über entsprechende Erfahrungen auszutauschen. Es werden Übungen und Wege gezeigt, mit Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und sie zu einem kritischen und reflektierten Umgang mit digitalen Medien, persönlichen Daten und Medieninhalten anzuregen. Ebenfalls werden digitale Tools der pädagogischen Arbeit vorgestellt und deren Anwendung besprochen und es wird ein Transfer von digitalen zu analogen Angeboten hergestellt.
Hinweis: Eine Anmeldung ist auch ohne Teilnahme an der Veranstaltung „Digitale Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen I“ möglich. Jedoch werden Vorkenntnisse zu Wissen über Nutzungsverhalten und grundlegende Funktion von Apps und Plattformen, die von Jugendlichen und junge Menschen genutzt werden (JIM-STUDIE 2025), vorausgesetzt. |
| Termin: |
Montag, 15.02.2027 Uhrzeit: 17:00 bis 21:00 Uhr Anmeldeschluss: 08.02.2027 |
| Ort: |
Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen |
| Kosten: |
10,00 € |
| Leitung: |
Merlin Niklosz |
Kooperation mit der Jugendpflege und dem Präventiven Jugendschutz der Universitätsstadt Gießen Als Fortbildung für die Verlängerung der JULEICA mit 4 Stunden anerkannt.
Mit Gewalt in der Jugendarbeit umgehen I – Deeskalationstraining Grundlagen
In der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist „Gewalt“ ein präsentes Thema. Mobbing, Drohungen, Belästigungen, Beleidigungen und Erpressung sind an der Tagesordnung. Es finden Schlägereien unter Jugendlichen statt, aber auch tätliche Angriffe auf Mitarbeiter*innen kommen vor.
In dieser Fortbildung geht es um das Erlernen praktischer Handlungsmöglichkeiten zum Eigenschutz sowie um das Erkennen von Eingriffsmöglichkeiten und -grenzen bei körperlichen Auseinandersetzungen unter Jugendlichen.
Die Gruppe wird sich mit möglichen Stressauslösern (best. Schimpfworte, Ehrverletzungen, u. a.) beschäftigen und individuelle Deeskalationsmodelle entwickeln. Beispiele aus dem Praxisfeld der Teilnehmer*innen werden als Vorlage dienen.
Bitte beachten, dass es die Veranstaltung noch einmal im Januar 2027 gibt.
| Termin: |
Donnerstag, 04.02.2027 Uhrzeit: 9:00 bis 16:00 Uhr Anmeldeschluss: 25.01.2027 |
| Ort: |
Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen |
| Kosten: |
50,00 € |
| Leitung: |
Lin Kölbl und Sigrun Mützlitz |
Kooperation mit dem Präventiven Jugendschutz der Universitätsstadt Gießen
Als Fortbildung für die Verlängerung der JULEICA mit 6 Stunden anerkannt
Digitale Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen I
Die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen ist heute zunehmend „digital“. Ein Teil der Kommunikation läuft über WhatsApp, Instagram oder Snapchat, sie „googeln“ Informationen für Schule und Freizeit, fotografieren unterwegs mit dem Handy, stellen eigene Videos bei Youtube ein und posten die Beiträge in verschiedenen Netzwerken.
Kinder und Jugendliche sind uns Erwachsenen bei der technischen Umsetzung oftmals voraus. Manchmal werden jedoch Inhalte im Netz veröffentlicht, die problematisch sein können. Bilder, Kommentare und Videos sind schnell im Netz – dies wieder rückgängig zu machen ist schwierig oder zum Teil nicht möglich. So manche „digitale Jugendsünde“ wird später bereut.
In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kann ein Beitrag geleistet werden, zu einem reflektierten und kritischen Umgang mit digitalen Medien anzuregen. In dieser Veranstaltung soll Raum entstehen, sich über entsprechende Erfahrungen auszutauschen. Es werden Übungen und Wege gezeigt, mit Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und sie zu einem kritischen und reflektierten Umgang mit digitalen Medien, persönlichen Daten und Medieninhalten anzuregen.
| Termin: |
Montag, 01.02.2027 Uhrzeit: 17:00 bis 21:00 Uhr Anmeldeschluss: 25.01.2027 |
| Ort: |
Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen |
| Kosten: |
10,00 € |
| Leitung: |
Merlin Niklosz |
Kooperation mit der Jugendpflege der Universitätsstadt Gießen
Als Fortbildung für die Verlängerung der JULEICA mit 4 Stunden anerkannt.
Führen und Leiten in sozialen Einrichtungen
Führungskräfte bewältigen vielschichtige Aufgaben – sie steuern Arbeitsprozesse, Menschen und Organisationen und sitzen nicht selten zwischen den Stühlen. Konkret heißt das, sie entwickeln zielorientierte Konzepte und Strategien, schaffen sinnvolle Strukturen, treffen Entscheidungen, optimieren komplexe Prozesse, finden Lösungen, organisieren Veränderungen, gestalten eine leistungsmotivierte Arbeitskultur und führen Menschen mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen. Um diesen vielfältigen Aufgaben gewachsen zu sein, benötigen Menschen mit Führungsverantwortung eine klare Orientierung in der Rolle, eine ausgeprägte Reflexionsfähigkeit, eine hohe Kommunikationsfähigkeit und eine gesunde work-life-balance.
Die Fortbildung will Mitarbeiter*innen in mittleren Führungspositionen in sozialen Einrichtungen zu mehr Rollenklarheit und mehr Sicherheit in der Ausübung ihrer Rolle befähigen. Damit zielt die Veranstaltung sowohl auf die Förderung persönlicher und sozialer Kompetenzen als auch auf die Erweiterung fachlicher und methodischer Handlungsmöglichkeiten.
Eine Anerkennung als Bildungsurlaub zur beruflichen Bildung vom Hessischen Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales ist beantragt.
| Termin: |
Montag, 25. bis Freitag, 29.01.2027 Uhrzeit: 9:00 bis 16:00 Uhr |
| Ort: |
Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen |
| Kosten: |
350,00 € |
| Leitung: |
Egon Wielsch |
Kooperation mit dem Suchthilfezentrum Gießen und dem Präventiven Jugendschutz der Universitätsstadt Gießen
Prävention und Intervention bei Mobbing und Cybermobbing Jugendarbeit und Schule
Nicht jede gewalttätige Handlung ist zugleich Mobbing, aber Mobbing ist immer Gewalt. Zum Teil werden beleidigenden und diskriminierenden Äußerungen, Ausgrenzung (auch im Cyberspace) und Formen psychischer Gewalt als ‚normal‘ für den Alltag angesehen, zumal deren Wirkungen vom Umfeld nicht immer sofort erkennbar ist. Für die Opfer und deren Entwicklungsmöglichkeiten aber hat dies mitunter gravierende Folgen bis hin zu Vereinsamung, psychischen Schwierigkeiten oder sogar Suiziden. Zudem zeigt sich, dass viele (Cyber-)Mobber*innen eine biografische ‚Vorgeschichte‘ als Betroffene von Mobbing haben und die eigene Gewaltanwendung eine – unangemessene aber kausale – Reaktion darauf ist. (Cyber-)Mobbing verhindern und Mobbingdynamiken unterbrechen ist somit Opferschutz und kann dazu beitragen, weitere Gewalt zu verhindern. Inhalte der Fortbildung sind:
- Erscheinungsformen und Wirkungsweisen von Mobbing & Cybermobbing
- mögliche Ursachen und Folgen von (Cyber-)Mobbing
- Welche Faktoren begünstigen Mobbing?
- ausgewählte Ansätze zur Mobbingprävention in der Jugendarbeit
- konkreten Interventionsmöglichkeiten
- Kennen und Erkennen von Mobbing- und Cybermobbingstrukturen
- Unterschiedliche Anti-Mobbing Ansätze in der Jugendarbeit
- Stärkung der Opfer, die Sensibilisierung der Täter
- Arbeit an konkreten Fällen der Teilnehmer*innen
| Termin: |
Freitag, 22.01.2027 Uhrzeit: 9:00 bis 16:00 Uhr Anmeldeschluss: 13.01.2027 |
| Ort: |
Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen |
| Kosten: |
50,00 € |
| Leitung: |
Lin Kölbl und Sigrun Mützlitz |
Kooperation mit dem Präventiven Jugendschutz der Universitätsstadt Gießen
Als Fortbildung für die Verlängerung der JULEICA mit 6 Stunden anerkannt
Mit Gewalt in der Jugendarbeit umgehen I – Deeskalationstraining Grundlagen
In der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist „Gewalt“ ein präsentes Thema. Mobbing, Drohungen, Belästigungen, Beleidigungen und Erpressung sind an der Tagesordnung. Es finden Schlägereien unter Jugendlichen statt, aber auch tätliche Angriffe auf Mitarbeiter*innen kommen vor.
In dieser Fortbildung geht es um das Erlernen praktischer Handlungsmöglichkeiten zum Eigenschutz sowie um das Erkennen von Eingriffsmöglichkeiten und -grenzen bei körperlichen Auseinandersetzungen unter Jugendlichen.
Die Gruppe wird sich mit möglichen Stressauslösern (best. Schimpfworte, Ehrverletzungen, u. a.) beschäftigen und individuelle Deeskalationsmodelle entwickeln. Beispiele aus dem Praxisfeld der Teilnehmer*innen werden als Vorlage dienen.
Bitte beachten, dass es die Veranstaltung noch einmal im Februar 2027 gibt.
| Termin: |
Donnerstag, 21.01.2027 Uhrzeit: 9:00 bis 16:00 Uhr Anmeldeschluss: 11.01.2027 |
| Ort: |
Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen |
| Kosten: |
50,00 € |
| Leitung: |
Lin Kölbl und Sigrun Mützlitz |
Kooperation mit dem Präventiven Jugendschutz der Universitätsstadt Gießen
Als Fortbildung für die Verlängerung der JULEICA mit 6 Stunden anerkannt
Rechtsfragen in der Kinder- und Jugendarbeit – Aufsichtspflicht, Haftung, Jugendschutz
In der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit tauchen bei ehrenamtlichen aber auch langjährigen Mitarbeiter*innen immer wieder Fragen zur Aufsichtspflicht, zur Haftung, zum Jugendschutz usw. auf. Anhand von Fallbeispielen werden gesetzliche Rahmenbedingungen und Rechtsprechung thematisiert und praxisnah vertieft, damit in Gruppenstunden, auf Freizeiten und in Jugendtreffs alles sicher und entspannt läuft.
Das Seminar will Hilfen und Anregungen geben, die pädagogischen Ziele engagiert zu verfolgen und den juristischen Rahmen als eine wichtige Absicherung der eigenen Arbeit zu verstehen. Zum Beispiel bei Fragen wie: Was dürfen Kinder und Jugendliche ab welchem Alter? Wie und nach welchen Kriterien wird Aufsichtspflicht sichergestellt? Für was haften Betreuer*innen? Weitere Themen sind das Jugendschutzgesetz, das Urheberrecht, das Recht am eigenen Bild und der Versicherungsschutz.
| Termin: |
Freitag, 04.12.2026, 17:00 bis 20:00 Uhr, und Samstag, 05.12.2026, 10:00 bis 16:00 Uhr Anmeldeschluss: 27.11.2026
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| Ort: |
Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen |
| Kosten: |
20,00 € |
| Leitung: |
Sabine Brück und Benjamin Weigand |
Kooperation mit dem Präventiven Jugendschutz und der Jugendpflege der Universitätsstadt Gießen
Als Fortbildung für die Verlängerung der JULEICA mit 8 Stunden anerkannt
Traumasensible Pädagogik in der Kinder- und Jugendarbeit
Kinder und Jugendliche, die traumatisierenden Erfahrungen ausgesetzt sind, fallen in der Kinder- und Jugendarbeit oft auf. Sie werden häufig als besonders schwierig, provokativ und aggressiv wahrgenommen oder weisen Entwicklungsverzögerungen auf. Die Fortbildung beschäftigt sich mit den folgenden Themen und Inhalten:
- Entstehen und Auswirkungen von Traumatisierungen
- Traumapädagogische Interventionen
- Konzepte des traumasensiblen Arbeitens in der Kinder- und Jugendarbeit
- Prävention sekundärer Traumatisierung
- Aspekte einer traumasensiblen Organisationsentwicklung
| Termin: |
Donnerstag, 26.11.2026 Uhrzeit: 9:00 bis 16:00 Uhr Anmeldeschluss: 19.11.2026 |
| Ort: |
Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen |
| Kosten: |
50,00 € |
| Leitung: |
Sigrun Mützlitz |
Als Fortbildung im Rahmen der JULEICA mit 6 Stunden anerkannt
Kompaktschulung „JULEICA – Grundausbildung für Mitarbeiter*innen in der Kinder- und Jugendarbeit“
Wer als ehrenamtliche*r Jugendleiter*in, Betreuer*in oder Teamer*in engagiert ist, leistet einen wichtigen Beitrag dazu, um Kindern und Jugendlichen neue Erfahrungen, Erlebnisse und Kompetenzen zu vermitteln. Gleichzeitig übernehmen diese Aktiven jedoch auch eine besondere Verantwortung – gegenüber den Kindern und Jugendlichen, deren Eltern und letztendlich auch gegenüber ihrem Verein, Verband oder ihrer Gemeinde. Da die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen einem stetigen Wandel unterliegen, bedeutet dies, dass auch die ehrenamtlichen und nebenberuflichen Mitarbeiter*innen in der Kinder- und Jugendarbeit versuchen müssen, mit den Entwicklungen und veränderten Anforderungen Schritt zu halten.
Die 40-stündige Schulung ermöglicht "Neulingen" eine grundlegende Qualifizierung und bietet alten "Hasen" einen Blick auf die aktuelle Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen. Sie greift zentrale Themen auf, die in der praktischen Arbeit vor Ort von Bedeutung sind. Die Kompaktschulung bietet Anregungen, Hinweise und Hilfen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Vereinen und Verbänden.
Thematisiert werden:
- Rolle und Selbstverständnis von Jugendleiter*innen
- Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen
- Entwicklungsprozesse im Kindes- und Jugendalter
- Aufsichtspflicht, Haftung, Versicherung und Jugendschutz
- Arbeit in und mit Gruppen – Gruppenprozesse
- Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung
- Planung, Organisation und Finanzierung
Die Teilnehmer*innen erhalten einen Qualifikationsnachweis, der zur Beantragung der Jugendleiter*in-Card (JULEICA) berechtigt. Die JULEICA bietet bundesweit attraktive Vergünstigungen für Einzelne. Hierzu lohnt ein Blick im Internet unter www.juleica.de. Für Gießener Vereine und Verbände ist die JULEICA die Voraussetzung, um von der Stadt Gießen gefördert zu werden.
Mindestalter für die Teilnahme ist 15 Jahre. Die Schulung ist vorrangig für Menschen aus Stadt und Landkreis Gießen bzw. den dort ansässigen Vereinen und Verbänden.
Als Bildungsurlaub zur Schulung für das Ehrenamtes anerkannt.
| Termin: |
Montag, 05. bis Samstag, 10.10.2026 Uhrzeit: Montag bis Freitag 9:00 bis 17:00 Uhr Samstag 9:00 bis 15:00 Uhr Anmeldeschluss: 23.09.2026 |
| Ort: |
Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen |
| Kosten: |
50,00 € |
| Leitung: |
Sabine Brück, Matthias Lotz, Annke Rinn, Merlin Niklosz und Markus Barbir |
Kooperation mit der Jugendpflege und Aufsuchende Jugendsozialarbeit der Universitätsstadt Gießen
Digitale Sucht – Prävention und Intervention
Digitale oder Online-Sucht bezieht sich auf die Nutzung der unterschiedlichen (meist) internetbasierten Angebote, die für die meisten Jugendlichen und auch für Erwachsene zum Alltag gehören, kann aber in ihren Auswirkungen für die von Konsumzwang Betroffenen ebenso schädigend sein wie andere nicht stoffgebundene Süchte.
Durch die gestiegene Bedeutung der Online-Medien wie Instagram, Snapchat oder TikTok spielen bei Onlinesüchten neben dem Gamen auch andere Nutzungsformen eine größere Rolle, so z.B. Internetpornografie, virtuelle Beziehungen, Glücksspiel oder die exzessive Nutzung der sozialen Medien.
In der Fortbildung geht es neben Zahlen und Entwicklungen beim Medienkonsum um die Faszinationen und die Gefahrenpotenziale der Onlineangebote. Es wird auf die Sucht auslösende Funktionen von sozialen Medien und Onlinegames sowie auf deren Bedeutung für Jugendliche (Alter, Geschlecht usw.) eingegangen. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die verschiedenen Typen und Diagnosekriterien der Onlinesucht, die körperlichen und psychischen Folgeerscheinungen der exzessiven Nutzung (Konzentration, Schlaf, Leistungsfähigkeit) sowie die Möglichkeiten zur Prävention und Intervention. Dazu zählen u.a. die Kontaktaufnahme und der Aufbau von Beratungsgesprächen mit Betroffenen u. Angehörigen, Erarbeiten von Verhaltensalternativen sowie die Information und Vermittlung externer Hilfemöglichkeiten (online, ambulant, stationär). In der Fortbildung werden daher u.a. konkrete Interventionsstrategien erarbeitet und Anwendungsmöglichkeiten für die eigene Praxis entwickelt.
| Termin: |
Freitag, 18.09.2026 Uhrzeit: 9:00 bis 16:00 Uhr Anmeldeschluss: 11.09.2026 |
| Ort: |
Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen |
| Kosten: |
50,00€ |
| Leitung: |
Sigrun Mützlitz |
Kooperation mit dem Präventiven Jugendschutz der Universitätsstadt Gießen
Als Fortbildung im Rahmen der JULEICA mit 5 Stunden anerkannt
AUSGEBUCHT! Umgang mit Suizidalität und Suizid im Jugendalter
In der 4-tägigen Fortbildung für Mitarbeiter*innen in der stationären Kinder- und Jugendhilfe, der Jugend- und Jugendsozialarbeit geht es um den Umgang mit Suizidalität und Suizid im Jugendalter. Suizid ist bei Kindern ab 12 Jahren und Jugendlichen nach Unfällen die zweithäufigste Todesursache. Sie stellen damit eine Gruppe mit deutlich erhöhtem Risiko für suizidales Verhalten dar. Eine suizidale Gefährdung kann z.B. entstehen durch dramatische Situationen in Familien, durch Trennungen, Tod, belastende Diagnosen, Flucht, als Teil einer psychiatrischen Diagnose, nach Schul- oder Einrichtungsverweisen, Mobbing- und Gewalterfahrungen, auch in digitalen Netzwerken.
Bei dem Thema Suizidalität in der stationären Jugendhilfe, der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit ist die hohe Verantwortung, die Menschen in der pädagogischen Arbeit haben besonders spürbar. Das Bewusstsein dafür, dass ein Fehler im eigenen Vorgehen Konsequenzen für das Kind/den Jugendlichen, für die Mitarbeiter*innen selbst und die Einrichtung hat, löst Druck und Belastung aus. In dieser Fortbildung nehmen wir uns Zeit sprachfähiger zu werden im Umgang mit Suizidalität und für die Aufarbeitung eines vollzogenen Suizids.
Die Fortbildung vermittelt Grundlagenwissen, um adäquat handeln zu können, ermöglicht die Entwicklung und Verbesserung von Handlungs- und Kommunikationskompetenzen und gibt Raum zur Selbstreflexion.
Methoden: Wir arbeiten erfahrungs- und prozessorientiert, im Wechsel von praktischen Übungen, Reflexion, theoretischen Impulsen, Einzel,- Kleingruppen- und Plenumsarbeit.
| Termin: |
Dienstag, 15.09; Mittwoch, 16.09.; Donnerstag, 29.10. und Freitag, 30.10.2026 Uhrzeit: 9:00 bis 16:00 Uhr Anmeldeschluss: 31.08.2026 |
| Ort: |
Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen |
| Kosten: |
300,00 € |
| Leitung: |
Susanne Peitz (Dipl. Sozialpädagogin, Systemische Familientherapeutin, Supervisorin und Coach – EASC) und Ute Weyer (Heilpädagogin, Systemische Beraterin, Systemische Supervisorin und Coach – DGSF, Traumafachberaterin – DeGPT/BAG) |
Kooperation mit der ESF-Fachstelle und der Trägeraufsicht für (teil)stationäre Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen im Jugendamt der Universitätsstadt Gießen
Konflikte verstehen, Lösungen finden und Entwicklung ermöglichen
Konflikte gehören zum beruflichen Alltag und begegnen uns überall dort, wo Menschen miteinander arbeiten, Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen oder unterschiedliche Erwartungen aufeinandertreffen. Sie entstehen häufig dann, wenn Interessen, Bedürfnisse, Werte, Ziele oder Sichtweisen nicht übereinstimmen oder unterschiedlich wahrgenommen werden. Im Kontakt mit Menschen, in Teams, Gruppen oder Organisationen können daraus Spannungen entstehen, die sich offen zeigen oder zunächst eher verdeckt wirken.
Konflikte werden häufig als belastend, störend oder energieraubend erlebt. Gleichzeitig enthalten sie oft wichtige Hinweise. Hinter Konflikten stehen nicht selten unterschiedliche Bedürfnisse, ungeklärte Erwartungen, Missverständnisse oder Themen, die bisher wenig Raum gefunden haben. Konflikte weisen häufig auf Entwicklungsaufgaben hin. Konstruktiv begleitet können sie Beziehungen klären, neue Perspektiven eröffnen, gegenseitiges Verstehen fördern und Veränderungen anstoßen. Konflikte enthalten deshalb nicht nur Risiken, sondern auch die Möglichkeit von Entwicklung und Wachstum.
Kommunikation, Wahrnehmung und persönliche Erfahrungen beeinflussen den Umgang mit Konflikten wesentlich. Menschen erleben und bewerten Situationen oft unterschiedlich. Dadurch entstehen verschiedene Perspektiven, die Konflikte verstärken, aber auch neue Möglichkeiten für Entwicklung und Lösungen eröffnen können.
In der Fortbildung beschäftigen sich die Teilnehmenden mit Konflikten und Konfliktdynamiken auf unterschiedlichen Ebenen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Konflikte entstehen, wodurch sie beeinflusst werden und wie ein konstruktiver Umgang gelingen kann. Die Fortbildung orientiert sich eng an konkreten Situationen und Fragestellungen aus dem beruflichen Alltag. Fallbeispiele und aktuelle Themen erhalten Raum und ermöglichen einen direkten Bezug zur eigenen Praxis sowie die Entwicklung konkreter Handlungsmöglichkeiten.
Inhalte der Fortbildung:
- Konflikte und Konfliktdynamiken verstehen
- Eigene Konfliktmuster und Reaktionsweisen reflektieren
- Konfliktarten und Eskalationsstufen kennenlernen
- Schwierige Gespräche konstruktiv führen
- Konflikte in Gruppen und Teams professionell begleiten
- Kommunikation als Grundlage gelingender Zusammenarbeit verstehen
- Selektive Wahrnehmung und Wahrnehmungsfilter verstehen
- Rapport herstellen und tragfähigen Kontakt gestalten
- Systemische Fragetechniken kennenlernen und anwenden
Methoden: Fachliche Inputs, Reflexion, Übungen, kollegialer Austausch, Fallarbeit sowie die Arbeit an konkreten Situationen und Fragestellungen aus dem beruflichen Alltag der Teilnehmenden.
Hinweis: Für ehemalige Teilnehmende des Bildungsurlaubs „Führen und Leiten in sozialen Einrichtungen“ sind der zweite und dritte Fortbildungstag vorgesehen (02. + 03.09.2026), da Grundlagen zu Kommunikation, Wahrnehmung und Beziehungsgestaltung bereits Bestandteil des Bildungsurlaubs waren. Für die zwei Tage reduziert sich der Teilnahmebeitrag auf 100,00 Euro. Bitte Anmeldung per Email an jbw@giessen.de senden. |
| Termin: |
Dienstag, 01. bis Donnerstag, 03.09.2026 für ehemalige Teilnehmende der Veranstaltung "Führen und leiten in sozialen Einrichtungen" nur Mittwoch und Donnerstag - siehe Hinweis. Uhrzeit: 9:00 bis 16:00 Uhr Anmeldeschluss: 23.08.2026 |
| Ort: |
Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen |
| Kosten: |
150,00 € (für zwei Tage 100,00 €) |
| Leitung: |
Egon Wielsch |
Fortbildungsreihe „Yoga & Achtsamkeit im pädagogischen Alltag“
Drei Workshops für mehr Gelassenheit, Präsenz und innere Stärke. Diese praxisorientierte Fortbildungsreihe lädt Pädagog*innen dazu ein, sich selbst wieder bewusst wahrzunehmen, Stress zu regulieren und neue Kraftquellen für den Berufsalltag zu erschließen. In drei aufeinander abgestimmten Modulen werden Körper, Geist und Herz gleichermaßen angesprochen – mit Yoga, Achtsamkeit, Bewegung in der Natur und Reflexion.
Workshop 1: „Ankommen und durchatmen – Stress regulieren mit Achtsamkeit“
Stress verstehen, den Körper spüren und zur Ruhe kommen: Mit sanften Yogaübungen, Atemtechniken und Achtsamkeitspraxis lernen die Teilnehmenden, sich selbst besser zu regulieren und neue Energie zu schöpfen.
Achtung neuer Termin:
Freitag, 14.08.2026, 9:00 bis 15:00 Uhr, Anmeldeschluss 11.08.2026
Workshop 2: „In Bewegung kommen – Mit Achtsamkeit und Mitgefühl durch den Tag“
Achtsame Bewegung – drinnen und draußen – wird zur Quelle von Lebendigkeit und Selbstfürsorge. Dankbarkeit, Mitgefühl und Naturerfahrung stärken die emotionale Resilienz und fördern die Verbindung zu sich selbst und anderen.
Termin: Freitag, 04.09.2026, 9:00 bis 15:00 Uhr, Anmeldeschluss 27.08.2026
Workshop 3: „Zur Ruhe kommen – Mentale Klarheit und Selbstführung stärken“
Gedanken sortieren, innere Klarheit gewinnen und achtsam führen: Mit Meditation, Reflexion und sanften Körperübungen entwickeln die Teilnehmenden Strategien für mehr Gelassenheit und Fokus im pädagogischen Alltag.
Termin: Freitag, 13.11.2026, 9:00 bis 15:00 Uhr, Anmeldeschluss 05.11.2026.
| Hinweis: Die Workshops können auch einzeln gebucht werden! Die Anmeldung zu einzelnen Workshops ist per Email unter Angabe von Namen, Adresse und Telefonnummer unter jbw@giessen.de möglich. |
| Termin: |
siehe oben Anmeldeschluss: 11. August 2026 |
| Ort: |
Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen |
| Kosten: |
150,00 €, (Einzelworkshop 50,00 €) |
| Leitung: |
Christiane Bräutigam |
Als Fortbildung für die Verlängerung der JULEICA mit je 5 Stunden pro Workshop anerkannt.












